Herstellerangaben zur Kapazität einer Powerbank sagen wenig darüber aus, wie viel Energie tatsächlich beim Endgerät ankommt. Physikalisch bedingte Verluste bei der Umwandlung liegen üblicherweise zwischen 20 und 30 Prozent. Wir haben vier Powerbanks unterschiedlicher Kapazität an denselben Smartphones gemessen.
Die Ergebnisse bestätigten die erwarteten Verluste: Eine als 20.000 mAh beworbene Powerbank lud ein Smartphone mit 4.000-mAh-Akku im Test rund 3,5 Mal vollständig auf, nicht die theoretisch möglichen fünf Ladezyklen. Modelle mit USB-C-Power-Delivery luden dabei spürbar schneller als reine USB-A-Varianten.
Auch die Größe und das Gewicht spielten im Alltag eine größere Rolle als erwartet. Die kompakteste Powerbank im Test war für die Jackentasche praktikabel, bot aber entsprechend weniger Kapazität. Wer regelmäßig mehrere Geräte unterwegs laden möchte, kommt an einem größeren, schwereren Modell kaum vorbei.
Für den Alltag empfehlen wir, sich weniger an der beworbenen mAh-Zahl zu orientieren als an der unterstützten Ladeleistung in Watt und der Anzahl nutzbarer Anschlüsse. Eine Powerbank mit ehrlicher Herstellerangabe zur tatsächlichen Ausgangsleistung ist meist die verlässlichere Wahl als das Modell mit der größten Zahl auf der Verpackung.